Helfer vor Ort (Hochdorf)

Sie sind gut ausgebildete Ersthelfer aus der Nachbarschaft: Die First Responder oder auch Helfer vor Ort. Ihre Aufgabe ist es, im Ernstfall die therapiefreie Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes oder Rettungsdienstes zu überbrücken. Damit übernehmen die First Responder, die ausschließlich ehrenamtlich arbeiten, eine wichtige Funktion in der Rettungskette.

Gründung

Die „Helfer vor Ort“ in Hochdorf wurden 2015 auf Basis einer Kooperation der beiden Ortsvereine Hochdorf und Plochingen unter der Schirmherrschaft des Hochdorfer Bürgermeisters Gerhard Kuttler neu gegründet. Den Dienst leisten die in Hochdorf ansässigen Mitglieder der beiden Ortsvereine unentgeltlich in ihrer Freizeit.

First Responder kommen immer dann zum Einsatz, wenn die ehrenamtlichen Helfer den Ort eines Notfalls schneller erreichen können als der Rettungsdienst oder aber, wenn das nächste Rettungsfahrzeug noch im Einsatz ist. Die Ehrenamtlichen übernehmen die Versorgung des Patienten, bis der Rettungsdienst eintrifft. Sie führen lebenserhaltende Sofortmaßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung durch und betreuen die Patienten. Dabei steht jedem First Responder eine komplette Notfallausrüstung zur Verfügung, die unter anderem ein Blutdruck- sowie Blutzuckermessgerät, Verbandmaterial und Güdeltuben zur Beatmung enthält.

Ausbildung

Die ehrenamtlichen Lebensretter legen einen Erste Hilfe Kurs mit 8 Doppelstunden sowie eine Sanitätsausbildung mit 64 Stunden ab. Darüber hinaus erhalten sie eine Schulung in der Herz-Lungen-Wiederbelebung und eine Einweisung in die Frühdefibrillation. Während ihrer Ausbildung sammeln die First Responder praktische Erfahrungen im Rettungswagen, auch danach bilden sie sich stets fort.
 

Aufgaben

Die Aufgabe der „Helfer vor Ort“ besteht darin, bei medizinischen Notfällen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch qualifizierte erste Hilfe zu überbrücken. Bei Bedarf kann hierbei u.a. auch ein einfacher AED („Automatischer Externer Defibrillator“) und eine manuelle Absaugpumpe zum Einsatz kommen. Mit der Anschaffung eines höherwertigen AEDs sowie einer akkubetriebenen Absaugpumpe stehen den Helfern Arbeitsgeräte zur Verfügung, die sie aus ihrer Tätigkeit im Ortsverein und ggf. vom Rettungsdienst kennen. Von der einheitlichen Handhabung sowie der höheren Qualität der Geräte profitieren letztendlich die Betroffenen.

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